Vorsprung oder Schutz von innovativen Produkten

09. Jan. 2020

An diesem Abend ging es um die rechtlichen Grundlagen für die Wahrung der Alleistellung am Markt und die zwingenden Massnahmen für eine Sicherstellung


Da in der heutigen Zeit Wachstum nur mehr über Innovation möglich ist, widmet sich der Marktplatz für Innovationen Tirol intensiv diesem Thema. So fand am 22. November 2018 in der Markthalle Innsbruck die Auftaktveranstaltung für das Netzwerk statt. Führungskräfte aus etablierten Klein- und Mittelbetrieben unterschiedlichster Branchen, sowie Träger, Impulsgeber und ExpertenInnen aus der Tiroler Wirtschaft, StudentInnen und SchülerInnen diskutierten zusammen neue Ansätze und Erfolgsmuster rund um Ideen, erfolgreiches Innovieren und Umsetzen.

 

Die persönliche Begegnung nutzten über 200 TeilnehmerInnen für das Erkennen von Erfolgsrezepten und alternative Zugänge, um schlummernde Innovationspotenziale zu identifizieren und damit gesundes Unternehmenswachstum zu generieren. Die Auftaktveranstaltung zum Marktplatz für Innovationen Tirol wurde vom Retail Lab der Universität Innsbruck, der Unternehmensberatung SIT Austria in Zusammenarbeit mit der HTL Anichstraße, der Hypo Tirol, der Standortagentur und der Markthalle Innsbruck konzipiert und organisiert, um langfristig ein Netzwerk von Klein- und Mittelbetrieben aufzubauen, das mit Hilfe von kompetenten BegleiterInnen Innovationspotenziale effizient sichtet und effektiv ausschöpft, um den Innovationgeist in Tirol voranzutreiben.

 

Die Markthalle Innsbruck mit ihrer Offenheit und Bodenständigkeit, in der sonst der Bauernmarkt mit seiner bunten Vielfalt zu Hause ist, war der Ort der persönlichen Begegnung. Nach einem ersten persönlichen Kennenlernen beim „Get-Together“ eröffnete Moderatorin Martina Streiter von Zimmermann und Pupp zusammen mit den Organisatoren Günther Botschen vom Retail Lab der Universität Innsbruck und Maximilian Reitmeir von SIT Austria die Veranstaltung.

 

Sechs geladene Tiroler InnovatorInnen hatten anschließend die Zeit für ein kurzes Statement, um auf ihr Innovationsgeheimnis einzugehen. Die UnternehmerInnen konnten sich im Anschluss in Kleingruppendiskussionen intensiv mit den ReferentInnen und ihren innovativen Ansätzen auseinandersetzen.  


Christoph Egger, Gründer von Gloryfy Unbreakable, sprach über Herausforderungen und Grenzen des eCommerce und wie sein Unternehmen versucht, bei der Eroberung neuer Märkte, interaktive Erlebnisse durch eine neuartige Onlineplattform zu gestalten und die eingeschränkten web-Möglichkeiten zu überwinden.

 

Simon Meinschad von hollu Systemhygiene referierte über die Chancen und Hürden der Digitalisierung eines Reinigungsunternehmens. Die Möglichkeit der intelligenten Hygienesteuerung führt beispielsweise zu Erfolgen in der Reduzierung von krankeitsbedingten Ausfällen von Mitarbeitern.

 

Dieter Duftner vom Institute of Microtraining ist spezialisiert auf neue didaktische Formate der Weiterbildung. Lange andauernde Frontaltrainings sind nicht mehr zeitgemäß. Demgegenüber ist der Einsatz von Smartphones für die Weiterbildung im Arbeitsleben besonders geeignet. So können wir bequem von unterwegs und exakt zu dem Zeitpunkt des Bedarfs unser Wissen maßgeschneidert erweitern.

 

Werner Benger von AHM Airborne HydroMapping erklärte, wie aus einem Nebenprodukt der Entwicklung ein Alleinstellungsmerkmal wurde. Er erläuterte, wie es dazu kam, dass AHM wie kein anderer weltweit in der Lage ist, riesige Datenmengen in Millisekunden zu verarbeiten. Diese Verarbeitungssoftware nutzen heute das Frauenhofer Institut und diverse Batterieentwickler in der eMobilität.

 

Therese Fiegl von Tiroler Edle sprach „von der Kunst des Veredelns“ und wie sie mit viel Einsatz und noch mehr Herz ihre Marken Bauernkiste und Tiroler Edles aufgebaut und ausgebaut hat. Sie schafft es durch regionales Denken, Authentizität, Nachhaltigkeit und ein besonderes Gefühl für Ästhetik ihren Produkten frischen, neuen Glanz einzuverleiben und damit seit Jahrzenten erfolgreich den Standort Tirol mitzuprägen.

 

 

Die Sechser-Runde wurde vervollständigt durch Edwin Meindl von MICADO. Er berichtete von der kompletten Umstrukturierung seine Produktentwicklung in der Herstellung von Uriol-Fräskörpern. Meindl und sein Companion gaben nicht auf und überführten ihr größtes Problem in eine konkurrenzlos innovative Lösung. So revolutionierte das Osttiroler Unternehmen den globalen Markt im Formenbau.

 

Nach den intensiven Diskussionsrunden über Erfolgsfaktoren und dem Austausch von neuen Ideen wurde von den Initiatoren Günther Botschen und Maximilian Reitmeir auf den „Weg des Scheiterns“ eingegangen. Hier wurden acht geläufige Fehler und ihre fatalen Folgen für Organisationen humorvoll skizziert. Die „acht Prinzipien des garantierten Scheiterns“ verstehen sich als Auftrag und Jahresprogramm für das Jahr 2019.

Beim kulinarischen Ausklang mit Zillertal Bier, Chabeso, Unbound Coffee Roasters und

Meraner Catering fanden die Teilnehmer Zeit, die inspirierenden Gedanken mit den neu gewonnen Gesprächspartnern auszutauschen. So kam bereits die ein oder andere innovative Idee und Zusammenarbeit ins Rollen.

 

Der Marktplatz für Innovationen Tirol versteht sich somit als Netzwerk und Veranstaltungsreihe, die am 22. November 2018 in der Markthalle aus der Taufe gehoben wurden und sich nun über das gesamte Jahr 2019 mit spannenden Vorträgen, Workshops und Impulsen rund um die Ausschöpfung von Innovationspotenzialen bis zum nächsten umfassenden Netzwerktreff am 14. November 2019 in der Markthalle Innsbruck erstreckt.